Ende der 70er Jahre sorgte der Pianist Paolo Bordoni nach Angaben des CD-Vertriebs für eine «leise» Revolution, als er sämtliche Klavierwalzer Franz Schuberts einspielte. Paolo Bordoni spielt auch auf dieser CD Walzer für Klavier, zum Beispiel den sogenannten Abschiedswalzer von Frédéric Chopin, den dieser seiner heimlichen Braut Maria Wodzinska brachte und bei dem das Tänzerische zugunsten des Konzertanten zurücktritt. Es erklingen ausserdem fünf Walzer von Franz Schubert, die dieser geschrieben hatte, weil sie ihm als gute Verdienstquelle dienten. Eingespielt sind schliesslich auch zwei Raritäten (Leopold Godowskys «Alt-Wien» und die «Valse d'Adèle» von Géza Zichy) sowie die eher erotisch-sentimentalen Walzer von Maurice Ravel. Der Pianist Paolo Bordoni demonstriert also unter dem Motto«Der Walzer durch die Jahrhunderte» die ganze Bandbreite dieses Tanzes im Dreivierteltakt.