Wenn es einen französischen Jazz gibt, dann wird dieser gewiss von der romantisch-impressionistischen Melodik und Harmonik gefärbt. Schon lange ist der Pionier Fauré ein Geheimtipp, dessen Nähe zum luftigen, lyrischen Jazz von Bill Evans und Miles Davis das internationale Treya Quartet nun offenkundig werden lässt. Die Arrangeure sind der Pianist Peter Waters und Gilbert Paeffgen (Schlagzeug,Hackbrett), der Sarde Paolo Fresu (gestopfte Trompete), der begnadete «Sänger», und der Holländer Tony Overwater (Bass), der markige Wächter der Strukturen. Sensible, gelungene Umsetzungen von Liedern ganz im Sinne des Jazz ohne Opportunismus und Effekthascherei.