«I Sonatori de la Gioiosa Marca»: So kompliziert der Name des Ensembles aus dem noritalienischen Treviso, so einfach das Rezept: Vivaldis Violinkonzerte, zum Beispiel «Le Quattro Stagioni» oder «Concerti per le Solennità», verfeinert mit viel Gioiosa (Fröhlichkeit), mit einer grossen Portion instrumentaler Virtuosität, einer Prise Frechheit, unermüdlicher Energie und dem Gefühl für das rechte Mass. Hier herrscht kein verbissener Authentik-Fanatismus, aber auch keine Phrase, die in stereotypem Barocksound schwelgen würde. Immer passiert etwas, alles ist in Bewegung, und doch ist nichts aufgesetzt. Da könnte Vivaldi zu seinen 300 Violinkonzerten 300 weitere komponieren - langweilig würden sie beim Ensemble «I Sonatori de la GIoiosa Marca» nie.